Es hört sich wie ein Stock, der unter die Räder kommt. Kein wirklicher Widerstand. Nur dieses Geräusch, welches sich in den Gehörgang ätzt. Ein verdammter Fuchs, der mir in schierer Panik bei noch 70 Sachen unter den Wagen gesprungen ist. Zwei Kilometer später drehe ich um. Er sitzt in der Kurve. Blickt mir in den Scheinwerfer. Bewegt sich nicht. Keinen Sinn anzunehmen, dass er heil rausgekommen ist. Schiebe einen leichten Anfall von Panik. Wäre begrüßenswert hätte er den Scheiß nicht überlebt. Kein Ärger. Kein schlechtes Gewissen. Sowas kommt vor. Er blickt mich immer noch an. Als ich drehe versuche ich nicht erneut über ihn zu fahren. Lasse ihn zurück. Fühle mich so. Nach zwei Kilometern drehe ich. Überlege ihn erneut zu überfahren. Die Warnblinker lassen sich schon aus einiger Entfernung erkennen. Als ich näher komme sehe ich ein heulendes Mädchen. Ich weiß was passiert ist, aber ich frage trotzdem ob alles ok ist. Sie hat einen Fuchs überfahren. Mitten auf der Straße hat er gesessen. Und es tut ihr so schrecklich leid. Ist schon ok, meine ich. Sowas kommt vor.